
Couple counselling: serves the purpose of differentiation and definition of a relationship. The feelings between the partners are in the foreground and the relationship paradigm in the centre.
Couple mediation: a structured, goal-orientated process of decision making in the interest of mutual and self-responsible conflict resolution of both parties. In other words, this is about conflict resolution in particular areas.
Ambivalence consultation: guidance for couples who need support in the decision of whether to stay together or not
Family mediation: an approach of extrajudicial conflict resolution for partners or families in which the decision to separate or divorce has already been taken
Divorce mediation: former term for family mediation
Divorce counselling: former, superordinate term for counselling of couples who are considering separation; depending on the development and direction, this may then turn out to be either ambivalence consultation, couple counselling or family mediation
In der systemischen Paarberatung haben sich für mich drei Modelle als sehr interessant herausgestellt:
1. Lenz, Osterhold & Ellebracht-Modell
Hier wurde eine Weiterentwicklung des Ansatzes des Mailänder Modells erarbeitet und die Hypothesen dieses Ansatzes sind:
-Chaos ist heilsam
-Paar & Berater tanzen einen Tango zu dritt
-Paare beraten, heißt auch vielleicht deren Kreativität fördern
-Symptome sind Lösungsversuche, die im Kontext der Entstehungsgeschichte nachvollzogen werden können
-Hypothesen der Berater dienen als Leitfaden für Fragen
-Unterbrechung von Interaktionsmustern (oft im Kontext der Herkunftsfamilie entstanden) ist zentrales Anliegen
-Das Ergebnis der Beratung ist weder planbar noch vorhersehbar.
2. Welter- Enderlin-Modell
Dieser Ansatz erhebt nicht den Anspruch ein Paartherapiemodell zu präsentieren sondern die Autorin gibt an die “10 Kapitel” über einen längeren Zeitraum für unterschiedliche Zwecke und Anlässe geschrieben zu haben. Kernpunkt des Ansatzes ist das “Fallverstehen in der Begegnung”. Die emotionale Beteiligung des Beraters ist hier notwendig und die Aufnahme des Kontakts zum Klienten, egal ob verbal oder nonverbal, zentral. Der Berater bringt Mitmenschlichkeit ein, durchzogen von Distanznehmen und Verstehen der vorgetragenen Problematik im Kontext seines Wissens sowie seiner Erfahrung. Zentraler Punkt bei diesem Ansatz ist die Genogrammarbeit: anhand der Rekonstruktion der Familiengeschichte werden Sinnstrukturen sowie zentrale Themen der Klienten, herausgearbeitet; es werden mindestens drei Generationen überschaut - dieses neu erhaltene Verständnis schafft oft neue Handlungsoptionen.
3. Willi-Modell (1975, 1978, 1992, 1996, 200, 2002…)
Sein Konzept der „ökologischen Psychotherapie“ und deren konkrete Umsetzung in der Paarberatung findet sich in vier Hypothesen wieder:
-in Partnerschaften findet der Austauschprozess von Akkomodation und Adaption gegenseitig statt:
jeder Partner verändert sich, bewirkt aber auch, daß der Partner sich verändert. Individuelles Wachsen findet statt sowie Entwicklung in der Partnerschaft ergibt sich dort, wo es Korrespondenzen gibt. Beide passen sich einander (auf dem Mechanismus von Akkomodation & Adaption; “Piaget”) an.
-Partnerschaften durchlaufen idealerweise drei Stadien:
1. Stadium der Sehnsucht
2. Verliebtheit
3. Enttäuschung, hierdurch gewinnen Partner ihre individuelle Autonomie zurück und schaffen ihre gemeinsame dyadische Welt, gebildet aus Toleranz, Humor, Geduld und Weisheit.
-Partnerwahl geschieht auf dem Boden ganz bestimmter Entwicklungspotenziale & Chancen,
oft geleitet von derHoffnung, so bestimmten Herausforderungen ausweichen zu können; hierdurch entstehen Abhängigkeiten. Im Laufe der Beziehung führen neue Herausforderungen dazu alte Korrespondenzen aufzugeben - genau diese alten Abhängigkeiten treten dann ans Tageslicht und fordern Veränderung und Adaption an das Heute.
-der Partner ist die Stimme des Verdrängten:
gegenseitige Vorwürfe führen auf die rchtige Fährte des Verdrängten oder der verdrängten Probleme. Form & Kontext der Vorwürfe jedoch sind nicht geeignet, Veränderung auszulösen.
Ein 5-Schritte-Verfahren hilft hier:
1. Beratungskontext vor der Krise analysieren
2. Anstehende Entwicklungsschritte in der Beziehung herausarbeiten
3. Herausfinden, was sich diesen Schritten in den Weg stellt
4. Was begünstigt die Schritte?
5. Transfer in den Alltag: welches könnten die ersten Schritte sein?
Da Sie bis hierher gelesen haben gehe ich davon aus, dass Sie sich und vielleicht sogar ihr Beziehungsmuster wiederentdeckt haben. Rufen Sie einfach an: oft geht der Rest viel einfacher, als erwartet.
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